Aufgrund der aktuellen Lage hinsichtlich

der Corona-Pandemie

können derzeit leider keine tiergestützten Angebote

innerhalb der Therapien stattfinden.

 

Tiergestützte Therapie

Mit der bestandenen Abschlussprüfung zur "akademisch geprüften Fachkraft für tiergestützte Therapie und tiergestützte Fördermaßnahmen" an der veterinärmedizinischen Universität Wien, initiiert durch den Verein "Tiere als Therapie", ergänzt die tiergestützte Therapie das sprachtherapeutische Angebot.

 

Dieser Lehrgang war bislang einzigartig in Europa und wurde vom European Society for Animal Assisted Therapy (ESAAT) akkreditiert.

 

Der Lehrgang bildet für mich die theoretisch-wissenschaftliche sowie praktische Basis zum Angebot der tiergestützten (Sprach-) Therapie.

 

Zum einen ist mir dabei vor allem der zielgerichtete Einsatz ausgewählter, gut sozialisierter und (soweit dies möglich ist) ausgebildeter Tiere wichtig, um die tiergestützte Sprachtherapie für jeden einzelnen meiner Klienten effektiv und zielorientiert zu gestalten. Dies beinhaltet auch die Planung, Dokumentation und Evaluation jedes Therapietiereinsatzes.

 

Zum anderen steht für mich das Tierwohl an erster Stelle! Denn nur gesunde, entspannte und artgerecht gehaltene Tiere können den therapeutischen Prozess in dieser Art und Weise positiv unterstützen!

Menschliches und tierisches Wohl steht an erster Stelle in der tiergestützten Sprachtherapie der Praxis für Logopädie und Sprachtherapie MundART in Forchheim.
Tiere werten nicht nach menschlichen Maßstäben. Ihre Neugierde berührt meist direkt!

In meiner Abschlussarbeit habe ich mich mit der Effektivität der tiergestützten Sprachtherapie im Vergleich zur konventionellen Therapie bei phonetisch-phonologischen Störungen beschäftigt. Die zwei Therapievarianten wurden direkt, unter Verwendung des gleichen Therapieansatzes, miteinander verglichen. Innerhalb einer kleinen Stichprobe konnte festgestellt werden, dass die Kinder mit tiergestützter Therapie den gleichen Laut schneller erworben hatten, als Kinder der konventionellen Vergleichsgruppe. Die Therapieanzahl der konventionellen Therapie wurde von einer Studie von Bräger, Nicolai und Günther (2007) unterstützt. Eine Folgestudie mit einer deutlich größeren Stichprobe und entsprechenden statistischen Auswertungen ist aber in jedem Falle wünschenswert. Hier konnten nur Tendenzen ermittelt werden.

 

(Bräger, B., Nicolai, A. & Günther, T. (2007).Therapieeffektivität der Psycholinguistisch orientierten Phonologie Therapie (P.O.P.T.): Eine Therapieeffektstudie mit Kindern unter 6 Jahren. Sprache Stimme Gehör, 31 (4), 170-175.)

Trotz dieses schönen Ergebnisses möchte ich dringend darauf hinweisen, dass diese Art der Therapieerweiterung nicht für jeden Klienten geeignet, noch zu jeder Therapiephase zielführend ist.

Bei der Planung der Therapie werden daher folgende Faktoren berücksichtigt:

  • persönliche Zu- oder Abneigung eines Klienten
  • Störungsbild
  • gesundheitliche Faktoren
  • Therapieziel und
  • Phase der Therapie